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Thema: Cellba - verschiedene Puppenmodelle mit der Wassernixe im Wappen (424-mal gelesen)

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  • Vanessa
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Cellba - verschiedene Puppenmodelle mit der Wassernixe im Wappen
CellbaMarke: Wassernixe

Am 15. März 1924 wurde in das Handelsregister des Amtsgerichtes Seligenstadt in Hessen der Name "Cellba = Celluloidwarenfabrik Babenhausen, Schöberl & Becker" eingetragen.
Von nun an wurden Puppen und Schwimmtiere hergestellt. [1]
Viele schöne Puppenmodelle aber auch anderes Spielzeug aus Celluloid, Acetat, Polyethylen (Hostalen), Polysterol, Nonflam, Vinyl, Weichplastik etc. wurden hergestellt bis am 12. Februar 1970 der Eintrag beim Amtsgericht Dieburg erfolgte: "Cellba Babenhausen Schöberl & Co. Nachfolger: Die Firma ist erloschen." [2]


Die allermeisten Puppen-Modelle von Cellba hatten keine Namen und wurden in den Katalogen nur unter Artikelnummern aufgeführt.

Folgende Puppen-Modelle stammen aus meiner Sammlung, daher spiegelt die folgende Aufstellung keinesfalls die ganze Produktpalette von Cellba wider.
Die Zuordnung zu den jeweiligen Artikelnummern erfolgte mit Hilfe des Buches "Im Zeichen der Nixe, Band 2: Cellba-Puppen" von Hermine Reichart, sowie einem Cellba Katalog aus den 1950er Jahren, der hier zu finden ist: https://www.conradantiquario.info/content/cellba-katalogservice.html

Anmerkung: Im Buch "Puppen und Spielzeug aus Zelluloid" von Sabine Reinelt, erschienen 1989 im Kunstverlag Weingarten sind auf Seite 133 wieder ganz andere Artikelnummern abgebildet. Scheinbar veränderten sich die Artikelnummern von Zeit zu Zeit? 

Die Benennung der Modelle mit Artikelnummern erfolgt ohne Gewähr. Informationen zu den Modellen stammen aus den beiden Büchern, die in der Quellenangabe angegeben sind. Gerne nehme ich Korrekturen und Ergänzungen in meine Aufstellung auf.


Quelle: Im Zeichen der Nixe, Band 1: Die Familie Schöberl in Babenhausen, Babenhausen einst und jetzt, Beiheft 5 (2010) Autor: Georg Wittenberger, Herausgeber: Heimat- und Geschichtsverein Babenhausen e.V.,  Seite 28
Quelle: Im Zeichen der Nixe, Band 2: Cellba-Puppen, Babenhausen einst und jetzt, Beiheift 6 (2010), Autor:  Hermine Reichart, Herausgeber: Heimat- und Geschichtsverein Babenhausen e.V., Seite 17
Liebe Grüße von Vanessa

Wir müssen ja sowieso denken, warum nicht gleich positiv?

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A: Cellba - verschiedene Modelle
Antwort Nr. 1
Säugling mit Jungenkopf

Dieses Modell gab es in den 1920ern. Es gab die Puppen mit heller, mit dunkler und mit schwarzer Haut. 4 Größen sind für dieses Sitzbaby bekannt (24, 34, 60, 68 cm). Es gibt gemalte Augen und Glasaugen.
Dieses Sitzbaby kann mit seinen Babybeinen nur sitzen. Die Haare aber auch die Hände und Füße sind besonders schön und detailreich modelliert und der leicht geöffnete Mund zeigt Zähnchen.





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  • mazaya1983
A: Cellba - verschiedene Modelle
Antwort Nr. 2
Eventuell Artikel-Nummer 15 oder 16

Eine Jungenpuppe der 1920er und frühen 1930er Jahre. Die Rumpfform ermöglicht das Anbringen von Baby-Beinen (Modell 15) sowie auch von geraden Beinen (Modell 16). Die Arme sind unterschiedlich angewinkelt. Es gibt helle, dunkle und schwarze (Artikel-Nummer 88 mit Bastrock und Ohrringen und Babybeinen) Hautfarben, gemalte Augen und Glasaugen. Auch eine Mama-Stimme besitzen einige Puppen.
Die schwarzen Puppen werden bis in die 1960er Jahre produziert, die Modellierung der Stirnlocken wird in der Zeit immer wieder leicht abgewandelt.






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  • mazaya1983
A: Cellba - verschiedene Modelle
Antwort Nr. 3
Artikel-Nummer 880

Diese Puppe gibt es in 24 Größen und auch als Steifbeinpuppe in 4 Größen. Sie wurde Mitte der 1930er Jahre erstmalig produziert.




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  • mazaya1983
A: Cellba - verschiedene Modelle
Antwort Nr. 4
Artikel-Nummer 881

Dies ist das erfolgreichste Modell von Cellba und ist in unzähligen Größen erhältlich.

Anmerkung: Im oben verlinkten Katalog wird dieses Modell unter der Artikel-Nummer 887 angeboten.





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  • mazaya1983
A: Cellba - verschiedene Modelle
Antwort Nr. 5
Artikel-Nummer 842 oder Helga

Helga, die Puppe mit der Affenschaukel-Frisur erscheint im Cellba-Katalog vom Februar 1937 auf einer ganzseitigen Anzeige. Diese Cellba-Puppe hat als eine der wenigen einen Namen erhalten, die einige Cellba-Mitarbeiterinnen ausgesucht hatten, weil dieser Name damals als modern galt.



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  • mazaya1983
A: Cellba - verschiedene Modelle
Antwort Nr. 6
Artikel-Nummer 872

"Stehsitzpuppe mit Gretchenfrisur" von 1939 in 8 Größen, darunter mit festem Kopf oder mit Kurbelkopf, mit gemalten oder mit Glasaugen.




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  • mazaya1983
A: Cellba - verschiedene Modelle
Antwort Nr. 7
Artikel-Nummer 63

"Stehsitzpuppe mit neuem Jungenkopf" von 1937. Ein Erfolgsmodell, welches erst nach 35 Jahren durch andere Jungenmodelle ersetzt wurde. Es sind 8 Größen bekannt von 34 cm bis 60 cm. Es gibt ihn auch mit schwarzer Hautfarbe und als Türken gekleidet. Die Stirnlocke variiert in der Modellierung innerhalb der Herstellungsjahre und Größen.


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  • mazaya1983
A: Cellba - verschiedene Modelle
Antwort Nr. 8
Artikel-Nummer 847

In den frühen 1950er Jahren entstand dieses Cellba-Mädchen. Sie trägt eine modische Kurzhaarfrisur mit leichten Wellen, ist "geschminkt" und trägt Nagellack auf den Fingernägeln. Diese Puppe wird in unzähligen Kleidern inkl. Abendgarderobe angeboten. Auch als Junge gekleidet ist sie erhältlich.
Sie haben Schlafaugen, feste Glasaugen oder gemalte Augen. Manche haben auch eine Stimm-Vorrichtung. 12 Größen sind bekannt.  Es gibt sie von 34 cm bis 68 cm. Sie ist die größte der von Cellba angebotenen Stehsitzpuppen.
In den späten 1950er Jahren wird sie aus dem Material Cellba-Nonflam unter der Artikel-Nummer CN 1040 mit festem Hals angeboten und gerne als Trachenpuppe ausgestattet.

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  • mazaya1983
A: Cellba - verschiedene Modelle
Antwort Nr. 9
Artikel-Nummer 17
Säuglingsbaby


Diese kleinen Puppen in 9, 11 oder 15 cm haben einen festen Kopf und gemalte Augen. Es gibt sie mit unterschiedlich gebeugten Armen mit Fäustchen oder ausgestreckten Fingern. Sie werden in hellem und dunklem Zelluloid angeboten.  Gegen Ende von Cellba werden sie auch aus hartem Kunststoff hergestellt und nicht mehr mit der Nixe markiert.



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  • mazaya1983
A: Cellba - verschiedene Modelle
Antwort Nr. 10
Artikel-Nummer 20
Säugling, ab den 1960ern dann Baby


Nach dem 2. Weltkrieg kam diese Säuglingspuppe auf den Markt. Alle Puppen haben Babybeine und konnten nicht stehen. Die Hände sind Fäustchen, die Daumen stehen ab. Arme und Beine sind erstmalig mit Kugelgelenken versehen, die den Puppen eine größere Beweglichkeit ermöglichen. Der Kurbelkopf trägt Schlafaugen, feste Glasaugen oder auch gemalte Augen. Es gibt die Puppen in unzähligen Größen, zuerst in 34 cm und 45 cm bis 60 cm, ab den 1950er Jahren wurden dann noch weitere Größen ergänzt. Manche Puppen haben einen Schnuller und eine Mama-Stimme.
Es gibt helle, dunkle und schwarze Puppen.
Ab 1954 werden sie unter CN1440/CN1550 aufgeführt, da sie dann aus dem Material Cellba-Nonflam hergestellt wurden.
Die Babypuppen nehmen bei Cellba nun einen immer größeren Platz in der Produktion ein. Sie sind bei Kunden äußerst beliebt.

Anmerkung: Im oben verlinkten Katalog wird dieses Modell auch unter der Artikel-Nummer 21, 22 und 123 angeboten.



Artikel-Nummer 2550, 1950er Jahre



Es gibt dieses Modell auch mit aufgeklebten Perücken aus Tierfell, sogenannte "Fellbabies".
Meine Puppe hat auch Zähnchen mit hinterklebter Zunge.


 
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  • mazaya1983
A: Cellba - verschiedene Modelle
Antwort Nr. 11
Modelle mit Perücken

Es gibt mehrere Modelle, die mit Perücken ausgestattet wurden.
In den 1930er Jahren waren diese Perückenköpfe noch seltener, in den 1950ern änderte sich dies und die Puppen mit modellierten Frisuren waren nicht mehr so gefragt. Daher wurden sogar den Babypuppen auch Perücken aufgeklebt.
Die Perücken  bestanden aus Tierfell, Mohair (von der Angora-Ziege aus der Türkei), Echt- oder Kunsthaar und wurden mit unteschiedlichen Frisuren verwendet. Nach dem Krieg waren Hochsteckfrisuren und Locken modern, später stand der Zeitgeist eher nach Kurzhaarschnitt oder Pferdeschwanzfrisuren.

Perückenkopf, eventuell Artikel-Nummer 812



Perückenkopf, momentan ohne Perücke, eventuell Artikel-Nummer 811


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A: Cellba - verschiedene Modelle
Antwort Nr. 12
Artikel-Nummer 94 und 95

Viele Puppenmodelle mit "europäischer Modellierung" gab es auch mit schwarzer Hautfarbe bis die  Herstellung von schwarzen und dunklen Puppen politisch bedingt 1936 verboten wurde.
Erst nach dem 2. Weltkrieg, auch nachdem amerikanische Soldaten in der Nähe um Babenhausen stationiert waren und gute Kunden von Cellba wurden, brachte Cellba Anfang der 1950er Jahre ein schwarzes Puppenmodell mit Kringellöckchenmodellierung heraus. Es ist das einzige Modell, für das es kein hellhäutiges Pendant gibt.  Dieses Modell gab es auch mit Kraushaarperücke.
Cellba verwendete für ihre dunklen und schwarzen Puppen stärkeres Zelluloid als andere Firmen und waren daher robuster und somit qualitätsvoller.
Die Puppen gab es auch mit Ohrschmuck und im Baströckchen zu kaufen.

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A: Cellba - verschiedene Modelle
Antwort Nr. 13
Eventuell Artikel-Nummer CN1205

Trotz der stärkeren Beliebtheit von Perückenköpfen Mitte der 1950er Jahre, brachte Cellba noch eine Mädchenpuppe mit modellierten Haaren auf den Markt.
Sie hat gemalte, feste Glas- oder Schlafaugen, fester Hals oder Kurbelkopf.
Wie alle Artikel-Nummern mit CN, ist auch diese Puppe aus Cellba-Nonflam, dem Nachfolgermaterial von Zelluloid, das nicht so leicht entzündlich war. Ab 1960 entfällt der Zusatz CN in den Katalogen.

Dies könnte eventuell eine CN1205 sein.
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A: Cellba - verschiedene Puppenmodelle mit der Wassernixe im Wappen
Antwort Nr. 14
Artikel-Nummer 77 oder Eierliesel

Das ist wohl die Artikelnummer 77 oder die Eierliesel aus den 1920er/1930er Jahren.
Ich bin mir nicht sicher, aber ich schätze, es gibt sie nur in der einen Größe von 17 1/2 cm.

Sie gibt es mit heller und mit schwarzer Hautfarbe, mit und ohne Eierröckchen.
Rechter Arm ist angewinkelt, der linke Arm gestreckt mit "Seesternhand". Die Beine und der Kopf sind fest mit dem Körper verbunden, die Arme sind beweglich. Die gemalten Augen blicken zur linken Seite und geben der Puppe eine Comic-Figur-Ausstrahlung. Die Sammlerbezeichnung "Googly" für diese Puppen gab es bei Cellba nicht, diese Puppen wurden nur "Stehpuppe mit beweglichen Armen und festen Beinen" oder auch "Eierliesel" genannt.

Die "echten Eierlieseln" wurden in Heimarbeit von Frauen mit Kleidern behäkelt, unter dem weiten Rock befanden sich Taschen, in denen sich Eier zum Warmhalten verstecken ließen.






Liebe Grüße von Vanessa

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